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Charakteristik

Lage: Kenia, Nyeri County
Varietät: SL 28 und SL 34
Anbauhöhe: 1700-1850m ü.NN:
Aufbereitung: nass und sonnengetrocknet
Cup Profile: mittlerer Körper mit feiner Säure, kraftvoll mit Noten von schwarzer Johannisbeere

Vor Ort: Muthoni Schneidewind

Die Geschichte des Kedovo Kaffee Projekts:


Das Projekt ist in den Kaffeeanbaugebieten der Zentralprovinz in Kenia angesiedelt. Das Gebiet besteht aus roter mit Vulkanmineralien angereicherten Böden und während des ganzen Jahres gibt es mäßige Niederschlägen auf einer Höhe von ca. 1750 m ü. N.N. All das ist eine gute Kombination für den Anbau von aromatischem und geschmackvollem Kaffee.
Die Kleinbauern verbringen viele Stunden in den Kaffee-Feldern, aber das Aufzählen der Arbeitsstunden ist unbedeutend. 

Der Prozess des Kaffeeanbaus ist langwierig. Vier Jahre sind eine lange Zeit die der Kaffeebau braucht um zu gedeihen und bis man die erste Ernte in den Händen hält. Die meisten dieser Landwirte bauen die hohe Qualität SL-28 und SL-34 an, die sehr empfindlich von der Pflanzung bis zur Ernte sind. Beide Sorten sind Arabica-Bohnen die selektiv von Hand gepflückt werden. Wenn die Kirschen rot leuchten dann sind sie reif. Eine schöne Kirsche nach der Anderen wird dann gepflückt. Es erfordert eine große Sorgfalt bei der Ernte. Wenn die Kirschen überreif sind, fallen sie auf den Boden und man kann sie nicht mehr verwenden. Daher ist eine sorgfältige Überwachung der Reifung und somit häufigeres pflücken erforderlich.

Der Kaffeeanbau hat eine lange Tradition in Muthoni Schneidewinds Familie. Sie hat als Kind selbst Kaffee gepflückt und konnte mit dem erwirtschafteten Geld zur Schule gehen. Es war eine harte Kindheit. Jeden Tag nach der Schule, ging sie gemeinsam mit ihren Geschwistern, 2 Kilometer zu Fuß hinunter zum Fluss um schlammiges Wasser zu schöpfen, welches sie zur Bewässerung der kleinen Kaffee-Büsche wieder zurückgetragen haben.

Vier Jahre später – Der fröhliche Gesang der Webervögel hallte über die Hügel und eines Tages waren die Büsche mit duftenden weißen Blüten übersäht. Der Duft nach reifen Kaffeekirschen füllte die Luft und unsere ERSTE Kaffeeernte war da, ein Hochgefühl.

Die Kaffeeanbauenden Gemeinden in Nyeri haben viel gelitten. Es hat sich nicht viel verändert, zu der Zeit als Muthoni Schneidewind ein Kind war. Den meisten Kleinbauern fehlt es an Allem was man braucht. Sie sind immer noch von der Gnade der Zwischenhändler und Makler abhängig, die ihre Ernte aufkaufen und nur einen Hungerlohn für dieses wertvolle Produkt bezahlen. Sie können sich das Schulgeld für ihre Kinder kaum leisten. Und so haben einige von ihnen die Kaffeebäume gerodet und bauen nun Grundnahrungsmittel an.

Aus diesem Grund wurde das Kedovo Caffee Project ins Leben gerufen.

Der Kaffee wird direkt und fair gehandelt und er wird ökologisch angebaut.

Qualität und Aromen machen ihn zu einem besonderen Geschmackserlebnis.